Wissenswertes
Was macht mich eigentlich zu einer Main Coon?
Die Rasse gehört zu den sogenannten Waldkatzen. Ursprünglich ist sie im Nordosten der USA zu Hause. Maine Coons sind liebenswürdige Katzen mit einem wunderbaren Wesen.
Diese Rasse ist unabhängig und sie können sich ewig lang mit sich selbst beschäftigen. Danach wird gedöst, gespielt oder stundenlang aus dem Fenster gesehen oder sie folgen ihren Menschen auf Schritt und Tritt sei es bei der Hausarbeit oder auf das Sofa.
Maine Coons sind wie kleine “Quasselschnäuzchen” sie erzählen gerne und ausgiebig. Ihr ausgeprägter Spieltrieb ließ uns schon manchen Gegenstand wie Autoschlüssel suchen=)
Ein weiteres typisches Merkmal der Coons ist ihre Liebe zum Wasser. Sie planschen gerne mit den Pfoten im Wassernapf auch so manches Spielzeug wird darin gebadet. Aber sie gehen auch gerne mal mit in die Dusche.
Sie verstehen sich super mit ihren Artgenossen sowie auch mit Hunden.
Hier sind die wichtigsten und faszinierendsten Fakten über Maine Coons:
Herkunft und Name
- Heimat: Sie stammen aus dem US-Bundesstaat Maine und sind dort die offizielle "Staatskatze".
- Namensursprung: "Maine" steht für die Herkunft. "Coon" leitet sich von "Raccoon" (Waschbär) ab, wegen ihres buschigen Schwanzes.
Körperliche Merkmale
- Größe: Sie gehören zu den größten und schwersten Hauskatzenrassen der Welt.
- Gewicht: Kater wiegen oft 6 bis 9 Kilo, Katzen etwa 4 bis 6 Kilo.
- Luchs-Pinsel: Typisch sind die markanten Haarbüschel auf den Ohrspitzen.
- Schneeschuhe: Breite, stark behaarte Pfoten verhindern das Einsinken im Schnee.
- Fell: Halblanges, wasserabweisendes Outdoorfell mit dichter Unterwolle.
Charakter und Verhalten
- Sanfte Riesen: Trotz ihrer Größe sind sie extrem gutmütig, friedlich und anhänglich.
- Hunde-Katze: Sie lernen oft schnell, an der Leine zu gehen oder Gegenstände zu apportieren.
- Wasserliebe: Im Gegensatz zu anderen Katzen spielen viele Maine Coons fasziniert mit Wasser.
Stimme: Sie miauen selten laut, sondern kommunizieren über ein hohes, melodisches Gurren.
1. Die richtige Ernährung
Maine Coons wachsen extrem langsam und sind erst mit etwa 3 bis 4 Jahren voll entwickelt. In dieser Zeit und auch danach benötigen sie ein Futter, das ihren massiven Muskel- und Knochenaufbau optimal unterstützt.
- Hoher Fleischanteil: Als reine Fleischfresser benötigen sie hochwertiges Nassfutter mit einem Fleischanteil von 70–90 %. Pflanzliche Zusätze sollten unter 10 % liegen, während Getreide, Zucker, Soja und künstliche Aromen im Napf nichts zu suchen haben.
- Vorsicht vor Übergewicht: Die Rasse neigt zu Übergewicht, was die großen Gelenke massiv belastet. Kontrollierte Portionen sind nach der Wachstumsphase wichtig.
- Wichtige Nährstoffe: Achten Sie auf Futter mit ausreichenden Mengen an Taurin (wichtig für das Herz) sowie Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) zur Unterstützung der Gelenke und für ein glänzendes Fell.
- Viel Wasser: Maine Coons trinken gerne und viel. Da sie mit Wasser spielen, sollte der Wassernapf schwer (z. B. aus Keramik) sein und getrennt vom Futterplatz stehen. Ein Trinkbrunnen wird meistens begeistert angenommen.
2. Besonderheiten bei der Wohnungshaltung
Maine Coons lassen sich wunderbar in der Wohnung halten, benötigen aufgrund ihrer schieren Größe aber eine angepasste Ausstattung:
- XXL-Kratzbaum: Standard-Kratzbäume kippen unter dem Gewicht einer Maine Coon schnell um. Sie benötigen extrem standsichere, schwere XXL-Modelle (idealerweise Deckenkratzbäume) mit extra dicken Sisalstämmen (mindestens 12–15 cm Durchmesser) und großen Liegemulden (mindestens 45 cm), in denen sich die Katze ausstrecken kann.
- Großes Katzenklo: Handelsübliche Toiletten sind zu klein. Maine Coons brauchen offene XXL-Schalen oder extrem große Haubenklos (oft werden große Aufbewahrungsboxen aus dem Baumarkt zweckentfremdet), damit sie sich beim Verrichten des Geschäfts bequem umdrehen können.
- Keine Einzelhaltung: Maine Coons sind extrem gesellige Tiere. Eine reine Wohnungshaltung ohne einen Artgenossen (am besten eine zweite Maine Coon oder eine ähnlich aktive Rasse) führt schnell zu Einsamkeit und Verhaltensproblemen.
- Platzbedarf & Beschäftigung: Eine Mini-Wohnung reicht für die agilen Riesen nicht aus. Sie lieben "Catwalks" an den Wänden und Intelligenzspielzeuge, da sie sehr klug sind und gefordert werden wollen.
3. Typische Erbkrankheiten
Aufgrund der Zuchtgeschichte gibt es einige genetische Veranlagungen, die man vor dem Kauf bei einem Züchter unbedingt über entsprechende Gesundheitszeugnisse der Elterntiere ausschließen lassen sollte:
- HCM (Hypertrophische Kardiomyopathie): Die häufigste Herzerkrankung, bei der sich der Herzmuskel unheilbar verdickt. Ein verantwortungsvoller Züchter lässt seine Zuchttiere regelmäßig per Ultraschall untersuchen und per Gentest prüfen.
- HD (Hüftgelenksdysplasie): Was man sonst eher von großen Hunderassen kennt, betrifft wegen des Gewichts auch die Maine Coon. Der Gelenkkopf sitzt dabei nicht richtig in der Hüftpfanne, was zu schmerzhafter Arthrose führt.
- PKD (Polyzystische Nierenerkrankung): Eine Erbkrankheit, bei der sich Zysten in den Nieren bilden, was im Verlauf zu irreversiblem Nierenversagen führt.
SMA (Spinale Muskelatrophie): Eine Erkrankung der Nervenzellen, die zu Muskelschwund und Instabilität in den Hinterbeinen führt.
Tipp für den Kauf: Kaufen Sie eine Maine Coon niemals ohne Stammbaum von sogenannten "Vermehrern". Seriöse Züchter können Ihnen lückenlos schriftlich nachweisen, dass die Elterntiere negativ auf diese Erbkrankheiten getestet wurden.