Geschichte & Herkunft

Die Maine Coon stammt aus dem Nordosten der USA und zählt zu den ältesten sowie bekanntesten Katzenrassen Nordamerikas. Ihre genaue Herkunft ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt, weshalb sich um die Entstehung der Rasse verschiedene Theorien ranken.

Als wahrscheinlich gilt, dass langhaarige Katzen im 19. Jahrhundert mit Seefahrern in den US-Bundesstaat Maine gelangten. Dort paarten sie sich mit einheimischen Kurzhaarkatzen. Aus diesen Verbindungen entstanden große, kräftige Katzen mit dichtem, wetterfestem Fell und buschigen Schwänzen, die bestens an die harten Winter Neuenglands angepasst waren.

Der Name „Maine Coon“ leitet sich vom Bundesstaat Maine ab, in dem sich die Rasse auf natürliche Weise entwickelte. Der Zusatz „Coon“ wird häufig mit dem englischen Wort „raccoon“ (Waschbär) in Verbindung gebracht, da die buschigen Schwänze der Katzen an jene der nordamerikanischen Waschbären erinnern.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden Maine Coons auf Katzenausstellungen in Boston und New York präsentiert und erfreuten sich großer Beliebtheit. Im Laufe des 20. Jahrhunderts gerieten sie jedoch zeitweise in den Schatten anderer Langhaarrassen, insbesondere der Perserkatze. Mit der Gründung des Maine Coon Cat Club im Jahr 1953 begann die gezielte Förderung und Wiederbelebung der Rasse.

In den 1980er-Jahren verbreitete sich die Maine Coon auch in Großbritannien und dem übrigen Europa. Heute gehört sie weltweit zu den beliebtesten Katzenrassen. Seit 1985 ist sie zudem die offizielle Staatskatze des US-Bundesstaates Maine. Gemeinsam mit der Norwegischen Waldkatze und der Sibirischen Katze zählt sie zu den sogenannten Naturrassen, die sich über lange Zeit weitgehend ohne gezielte Zucht entwickelt haben.